Wir sind seit vielen Jahren Zeugen der schädlichen Auswirkungen des Uranabbaus auf indigene Völker in den USA, Kanada, Australien, Afrika und asiatischen Ländern. In vielen Fällen sind indigene Völker und ihre Rechte durch den Uranbergau sowie durch die Folgen des Bergbaus und der Uranverarbeitung ernsthaft bedroht.

Die Aufnahme der Atomenergie in die Taxonomie der Europäischen Union wird dazu führen, dass weiterhin Uran in die EU importiert wird; möglicherweise werden nicht nur bestehende Bergwerke weiter betrieben, sondern der Uranabbau ausgeweitet wird - was eine erneute Gefahr für die indigenen Völker und ihre Rechte darstellt.

Wir haben an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Frau Ursula von der Leyen, sowie an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Herrn Sassoli, und an Mitglieder des Europäischen Parlaments appelliert, die Atomkraft nicht in das EU-Steuerrecht aufzunehmen und damit die indigenen Völker und ihre Rechte nicht weiter zu gefährden.

Für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in der EU muß weiterhin Uran importiert werden - rd. 95% des in der EU verbrauchten Urans kommen aus dem Ausland:

Russland 19,8%
Kasachstan 19,6%
Niger 15,3%
Australien 14,4%
Kanada 11,5%
Namibia 9,6%

European Alliance for the Self-Determination of Indigenous PeopleS: Statement on the pending Adoption of Nuclear Power into the EU Taxonomy (28. September 2021)

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Alliance-statement-EU-Taxonomy-EU-EP-final

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