Strom aus Uran - strahlend sauber (Informations- und Aktionstag)

Energieversorgung zukunftsfähig gestalten – gemeinsam aktiv werden

Inhalt und Programm

Die Zusammenhänge unseres Energieverbrauchs mit den Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke, den massiven Folgen des Uranabbaus, die Lügen über den „sauberen“ Atomstrom und die Diskussion möglicher Alternativen stehen im Mittelpunkt des Informations- und Aktionstags, der am Sonntag, den 13. März 2011, von 12 – 19 Uhr im Bürgerhaus Seepark, Freiburg, stattfindet.

Im Rahmen des Informations- und Aktionstags ist die
Ausstellung
FALEA, Mali (Westafrika). URAN bedroht ein Dorf zu sehen.
Tafeln und Plakate
informieren über die Folgen und Auswirkungen des Uranabbaus.


Das Programm ...

13.00 – 14.30 Uhr Begrüßung
Film / Video "Uranium - is it a Country?"

der Initiative Strahlendes Klima (53 Minuten, deutsch)
Der Film zeigt die Herkunft des in deutschen Atomkraftwerken verbrauchten Urans und der Folgen im Abbauland Australien.

14.30 – 15.00 Uhr

Uranabbau: „Sauberer“ Strom aus „schmutzigem“ Uran?

Günter Wippel
, MENSCHENRECHTE 3000 e.V., Leiter AG uranium-network.org

15.00 – 15.30 Uhr
Atom-Klima nein danke! Wie Uran und Atomenergie das Klima gefährden

Dr. Georg LÖSER
, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg i.Br./Gundelfingen,
anschließend Aussprache / Diskussion

16.00 – 16.45 Uhr
Gesundheitsauswirkungen des Uranabbaus
Dr. Günter BAITSCH
, IPPNW Schweiz, Initiator des IPPNW-Kongresses „Sacred Lands – Poisoned Peoples / Indigenous Peoples and Uranium Mining“ in Basel, August 2010, und Mitinitiator des von IPPNW beschlossenen Call to Action: Global Ban on Uranium Mining

16.45 – 17.15 Uhr

Sonnen-Energie-Wege in der Region und 12 Projekte für alle zu 100% erneuerbaren Energien!

Dr. Georg LÖSER
, ECOtrinova e.V., Projektleiter, Freiburg i.Br./Gundelfingen

17.15 – 17.45 Uhr

Lass Dich nicht „Pechblenden“ - Ein optimistischer Blick in die Energiezukunft Dr. Eva Stegen, Elektrizitätswerke Schönau

Hintergrundinformation:

Atomstrom wird als „saubere“ Energie angepriesen. Nicht nur von der Atomindustrie.
So argumentiert zum Beispiel das Wirtschaftsministerium damit, dass Uran eine einheimische Energiequelle sei.
Tatsache ist jedoch, dass der Brennstoff für die Atommeiler, das Uran, zu 100% aus dem Ausland kommt. Erhebliche Teile kommen aus Ländern des Globalen Südens.
Die Bedingungen, unter denen Uran vielfach abgebaut wird, wären in den Industrieländern niemals genehmigungsfähig. Mit aus diesem Grund wurde auch der Uranabbau in Wismut eingestellt, wo zu Zeiten der DDR noch Uran abgebaut wurde.
Gerade weil die meisten Menschen nur sehr wenig über die katastrophalen Auswirkungen des Uranabbaus wissen, lassen sich Laufzeitverlängerungen und weltweit auch Neubauten von Atomkraftwerken als gute, saubere, sichere, preiswerte Form der Energiegewinnung verkaufen.
So ist weltweit akut ein massiver Uranboom zu beobachten, der gerade die Länder des Globalen Südens mit am Härtesten trifft. Besonders betroffen sind u.a. auch vermehrt Länder in Afrika wie z.B. Mali und Niger.
Die in Deutschland seit Anfang diesen Jahres gültigen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke bedeuten auch: mehr Uranabbau und damit mehr Umweltzerstörungen, weitere Menschenrechtsverletzungen, Krankheitsfälle und Tote.

Eine Veranstaltung von MENSCHENRECHTE 3000 e.V., Eine Welt Forum Freiburg, ECOtrinova e.V., BUND Ortsgruppe Freiburg, Badisch-Elsässische Bürgerinitiativen und Greenpeace Freiburg in Kooperation mit den Elektrizitätswerken Schönau.